Die Einsparungen
Anders sieht es bei den 2-3-Liter-Häusern aus, wo der künftige
Hausbesitzer von der KfW, der Kreditanstalt für Wiederaufbau, einen
bestimmten Betrag erhält, damit seine zusätzlichen Aufwendungen
für ein solches Niedrigenergiehaus
abgedeckt sind. Für ein Passivhaus beispielsweise erhält der
Hausbesitzer 50.000,- Euro zurückerstattet. Die Höhe der Erstattung
richtet sich nach der Menge und den zusätzlich aufgetretenen Kosten
des Materials. Einer der wichtigsten Punkte bei der Einsparung von Energie
ist die Dämmung eines Hauses, denn je dicker die Dämmung ist,
umso weniger Energie kann nach außen entweichen. Zudem müssen
die ganz normalen Wärmebrücken vermieden werden, denn je weniger
Wärmebrücken vorhanden sind, umso weniger Energie verschwindet
in der Luft.
Die Vorteile
So werden allein bei der Dämmung des Daches einmal die Zwischensparrendämmung
und die Untersparrendämmung gleichzeitig angewendet, um jede Möglichkeit
von Wärmebrücken auszuschließen. Des Weiteren werden für
diese Art der Dachdämmung 40 Millimeter starke Mineralwolle verarbeitet,
statt wie bisher nur 20 Millimeter starke. Wenn der Verbrauch an Brennstoff
bei einem heutigen Standardhaus von rund 18 Litern pro m² und Jahr
auf 3 Liter Verbrauch gesenkt werden kann und ein Brennstoffpreis pro
Liter von 50 Cent zugrunde gelegt wird, so beträgt die Ersparnis
pro Quadratmeter bereits 75 Cent. Hat das Haus eine Größe von
200 m², so beträgt die Einsparung bereits 150,- Euro pro Jahr.
Ein Niedrigenergiehaus lohnt sich in jedem Fall.
Ingenieurholzbau Niedrigenergiehaus
Niedrigenergiehaus
Warum wenig Energie?
Der Vorrat an den bisher üblichen Energien ist nicht unerschöpflich
und irgendwann einmal zu Ende. Darauf muss sich die Menschheit einstellen
und hat hinsichtlich des Klimawandels und Umweltschutzes auch bereits
Vorkehrungen getroffen. So wurde im Laufe der letzten 10 Jahre die Energie-Einsparverordnung,
kurz EnEV, mehrfach geändert. Die letzte Änderung besagt, dass
auf jedem Neubau mindestens eine Solaranlage aufgebaut sein muss, um das
Wasser mithilfe der Sonnenenergie zu heizen. Noch besser ist natürlich
die Funktion der Erdwärme, denn diese ist neben der Sonnenenergie
die einzige Energie, die unerschöpflich ist, zumindest nach den bisherigen
Erkenntnissen.
Das Niedrigenergiehaus
Wer Niedrigenergiehaus sagt, meint eine der unterschiedlichen Arten von
Häusern, welche eine bestimmte Energieersparnis beinhalten. Oftmals
ist auch vom sogenannten 3-Liter-Haus die Rede, welche vergleichsweise
pro Jahr nicht mehr als 3 Liter Heizöl pro Quadratmeter verbrauchen
würde. Die Palette solcher Niedrigenergiehäuser
reicht vom mittlerweile 2-Liter-Haus bis einschließlich zum 7-Liter-Haus,
wobei das Passivhaus, welches keine Energie verbraucht, in dieser Dissertation
nicht mit eingerechnet und auch nicht beschrieben wird. Galten die Anfang
der 1990er Jahre erstmals errichteten Niedrighäuser mit einem Energieverbrauch
von 7 Litern pro m² und Jahr noch als eine wahre Sensation und zudem
als ein Luxusgebäude, so gehört diese Hausform mittlerweile
zum absoluten Standard und wird auch nicht besonders gefördert.